Informationen zum Energieausweis
 
Der Energieausweis ist ein Dokument, das private und öffentliche Gebäude in Hinblick auf ihren Energieverbrauch bewertet.

Durch die im Juni 2007 verabschiedete neue Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde vereinbart, dass ab dem 1. Juni 2008 schrittweise die Pflicht zur Erstellung eines solches Energieausweises eingeführt wird.


Der bedarfsorientierte Energieausweis

Aufgrund der Energiesparverordnung, die am 01. Oktober 2007 in Kraft getreten ist, muss künftig grundsätzlich für jede Immobilie, die verkauft, vermietet oder verpachtet werden soll, ein Energieausweis ausgestellt und vorgewiesen werden. Zusätzlich gilt dies bei Erweiterung, Änderung oder Errichtung von Gebäuden. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten der Betrachtung von Gebäuden bei der Ausstellung eines Energieausweises: entweder auf Grundlage des Energiebedarfs oder auf Grundlage des Energieverbrauchs.

Energieausweise auf Grundlage des Energiebedarfs können für alle Gebäude ausgestellt werden, sind aber zwingend bei Neubauten. Bei der Berechnung und Bewertung eines Gebäudes ist der jährliche Primärenergiebedarf zugrunde zu legen. Die Energiesparverordnung stellt dabei zwei Methoden zur Berechung des Primärenergiebedarfs zur Verfügung. Grundsätzlich gilt die ausführliche Berechnungsmethode, bei Wohnungen bzw. Wohgebäuden mit einem Fensterflächenanteil von unter 30 Prozent kann allerdings auch auf die vereinfachte Berechung zurückgegriffen werden. Die Berechnungsmethoden ergeben sich aus der Anlage 1 zur Energiesparverordnung. Bei der Berechnung auf Grundlage des Energiebedarfs wird die Berechnung insofern vereinfacht, als dass die zugrunde gelegten U- und g-Werte der verwandten Bauteile aus einem Katalog entnommen werden und nicht gemessen werden müssen. Bei der Berechnung der CO2-Emmission kann nicht nur aus dem Energiebedarf, sondern wahlweise auch mit Hilfe von Emmissionsfaktoren der verwendeten Bauteile ermittelt werden. Im Gegensatz zur Energieverbrauchsrechnung ist die Energiebedarfsrechnung allerdings insoweit vereinfacht, als dass auf den Nachweis eines Vergleiches zwischen den zulässigen Verbrauchwerten und dem tatsächlichen Energieverbrauch verzichtet werden darf.

Der mit dieser Methode erstellte Energieausweis enthält im Wesentlichen folgende Angaben: die Gebäudedaten und die energetische Gebäudequalität. Im Ausweis werden somit die Energiekosten durch eine Bedarfserfassung berechnet und ausgewiesen. Ausstellen dürfen den Energieausweis nur fachkundige Personen, zum Beispiel Gebäudeberater oder Architekten. 'Durch die Ausstellung eines Energiepasses entstehen dem Haus- oder Wohnungseigentümer Kosten in Höhe von ungefähr 200 Euro.