Informationen zum Energieausweis
 
Der Energieausweis ist ein Dokument, das private und öffentliche Gebäude in Hinblick auf ihren Energieverbrauch bewertet.

Durch die im Juni 2007 verabschiedete neue Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde vereinbart, dass ab dem 1. Juni 2008 schrittweise die Pflicht zur Erstellung eines solches Energieausweises eingeführt wird.


Vorteile von Energiesparhäusern

Die Weltbevölkerung wächst, neue nach Energie hungrige Industrieländer reihen sich neben den alten, der Energiebedarf steigt weltweit. Dagegen schwinden die Vorräte an Primärenergien, neue Energiequellen können nicht so schnell erschlossen werden, daher steigen die Energiepreise. Dagegen kämpfen heißt Energie sparen, Energieverbrauch minimieren.

Ein überzeugender Weg, Energie zu sparen, sind die Energiesparhäuser, deren Bau zwar teuer ist, jedoch gefördert wird. Wer sich für ein Energiesparhaus entscheidet, hat die Vorteile, ein wohltemperiertes Zuhause und außerdem niedrigere Energiekosten zu haben.

Er kann unter mehreren verschiedenen Arten Energiesparhäusern, die nach bestimmten Standards definiert werden, wählen. Je nach Höhe des Energiebedarfs wird unter Niedrigenergiehaus, Passivhaus, Nullenergiehaus und Plusenergiehaus unterschieden. Dank neuer Technologien, wie Einsatz von Wärmepumpen bzw. Sonnenkollektoren, kann das Nullenergiehaus ohne externe Energie auskommen, das Plusenergiehaus kann sogar selbst Energie erzeugen und abliefern.

Beurteilt wird ein Energiesparhaus durch die Höhe seiner Wärmeverluste. Diese können durch Wärmedämmung gemindert und durch die Ermittlung der benötigten Heizenergie gemessen werden. Dafür werden die durch die seit dem 1. Februar 2002 geltende Energiesparverordnung (EnEV) definierten Messgrößen, die bestimmte Werte nicht überschreiten dürfen, geprüft. Das sind der Primärenergiebedarf und der Transmissionswärmeverlust des Hauses. Ferner wird geprüft, ob das Haus über eine Belüftungsanlage und eine Entlüftungsanlage verfügt.

Zur Förderung bzw. Erlangung von einem Baukredit zu zinsvergünstigten Konditionen verlangen die Kreditgeber einen Wärmebedarfsausweis (bzw. Energiebedarfsausweis), der bei Einhaltung der vorgeschriebenen Bemessungsgrenzen ausgestellt wird.

Besonders zinsgünstige Baudarlehen bietet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Bauherren von Energiesparhäusern und vor allem von Passivhäusern an. Hierzu sind die neuen Energiestandards für Niedrigenergiehäuser zu erwähnen: das KfW-60-Haus bzw. das KfW-40-Haus (mit einem jährlichen Bedarf an Primärenergien von maximal 60 kWh/m² bzw. 40 kWh/m²), sowie das 3-Liter-Haus mit einem Heizölverbrauch von 3 Liter/m² bzw. maximal 30 kWh/m².