Informationen zum Energieausweis
 
Der Energieausweis ist ein Dokument, das private und öffentliche Gebäude in Hinblick auf ihren Energieverbrauch bewertet.

Durch die im Juni 2007 verabschiedete neue Energieeinsparverordnung (EnEV) wurde vereinbart, dass ab dem 1. Juni 2008 schrittweise die Pflicht zur Erstellung eines solches Energieausweises eingeführt wird.


Gesetzliche Grundlage für Energieausweise

Durch EG-Richtlinie 2002/91/EG (EPBD Energy Performance of Buildings Directive) über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden wurden die jeweiligen Staaten aufgefordert, diese Richtlinie in nationales Recht umzusetzen. Die deutsche Bundesregierung tat das durch die am 01. Oktober 2007 in Kraft getretene Energieeinsparverordnung (EnEv). Diese Verordnung beinhaltet die energetische Bewertung von Neu- und Altbauten, die durch Überreichung eines öffentlich-rechtlichen Zertifikats, dem Energieausweis, Rechnung getragen wird. Mittlerweile heißt der Energieausweis nach Umbenennung durch den Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Energiepass.
Diesen Energiepass müssen Haus- und Wohnungsbesitzer bei Verkauf ihrer Immobilie dem Käufer auf Verlangen vorlegen.
Auch der Mieter hat ein Recht auf die Vorlage des Energiepasses, wenn er sich für die Anmietung einer Wohnung oder eines Hauses entscheidet.

Es sei erwähnt, dass bei Neubauten bereits vor Oktober 2007 ein Energiepass vorgeschrieben war. Mit Wirkung zum 01. Juli 2008 wird dieser dann auch für Altbauten fällig, die bis zum 31. Dezember 1965 fertig gestellt wurden. Für Wohngebäude älteren Datums ist die Frist auf den 01. Oktober 2008 verlängert worden.
Für Nichtwohngebäude gilt für die Einführung eines Energieausweises der 01. Januar 2009. Der Energieausweis wird ausgestellt von Hochschulabsolventen der Bereiche Architektur, Hochbau, Bauingenierwesen und Elektrotechnik.
Der Energieausweis ist 10 Jahre gültig und muss anschließend verlängert werden.

Es muss bei dem Energieausweis von zwei Arten ausgegangen werden; dem bedarfs- und verbrauchsorientiertem Energiesausweis.
Der bedarfsorientierte Energieausweis wird ausgestellt bei Wohngebäuden mit maximal vier Wohneinheiten, die vor dem 01.11.1977 fertig gestellt wurden. Sind diese Gebäude älter und bereits nach der Wärmeschutzverordnung vom August 1977 errichtet worden, kann auch hier der bedarfsorientierte Energieausweis ausgestellt werden.
Die Wahlfreiheit zwischen bedarfs- und verbrauchsorientierten Energieausweisen bleibt bei Wohngebäuden mit 5 und mehr Einheiten bestehen. Das gilt auch für Nichtwohngebäude.

Als Tipp: Werten Sie ihre Wohnung oder ihr Haus mit hochwertigen Gardinen auf.